Sexuelle Beleidigung / Beleidigung auf sexueller Basis / Sexualbeleidigung / Sexuelle Belästigung

Eine Beleidigung auf sexueller Basis, Sexuelle Beleidigung bzw. Sexualbeleidigung oder Sexuelle Belästigung ist vom Gesetz an sich nicht vorgesehen. Vielmehr ist einzig die „normale“ Beleidigung, § 185 StGB, als Angriff auf die Ehre durch Kundgabe von Missachtung bzw. Nichtachtung normiert. Dementsprechend vielfältig sind die Verteidigungsmöglichkeiten gegen die Vorwürfe „Beleidigung auf sexueller Basis, Sexuelle Beleidigung/ Sexualbeleidigung / Sexuelle Belästigung. Denn eine Sexualbeleidigung gibt es im Grunde nicht!

Zugleich werden immer wieder Strafanzeigen erstattet bzw. aufgenommen wegen „Beleidigung auf sexueller Grundlage“ – dies zumeist wegen Handlungen, die tatbestandlich (mangels Nötigungshandlung und/ oder Erheblichkeit der sexuellen Handlung) keine sexuelle Nötigung bzw. ein anderes Delikt darstellen, zugleich jedoch von dem bzw. der Betroffenen nicht ohne weiteres hingenommen werden wollen.

"Klassische Beispiele" sind hier insbesondere Griffe an die weibliche Brust oder Po, ein Kuss oder sexuelle Anspielungen.

Verteidigungsansätze bei "sexueller Beleidigung"

Indes: strafbar ist eine derartige sexuelle Handlung des „Täters“ einzig dann, wenn mit ihm zugleich die Ehre des „Opfers“ gemindert werden soll! Genau hier liegen Verteidigungsansätze – denn zumeist geschehen derartige „Übergriffe“ doch wirklich aufgrund von(aus „Opfersicht“ mit Distanzlosigkeit gepaarter) Bewunderung und Affinität zu dem „Opfer“ - und gerade nicht, um gegenüber dem „Opfer“ Missachtung kundzutun!

Nehmen Sie Vorwürfe wegen „Beleidigung auf sexueller Basis, Sexuelle Beleidigung/ Sexualbeleidigung / Sexuelle Belästigung“ bitte dennoch ernst. Denn ersticken Sie derartige Vorwürfe nicht im Keim, „basteln“ Ermittlungsbehörden hieraus immer wieder gerne auch den Vorwurf „Sexuelle Nötigung“!

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