Kann denn Liebe Sünde sein? Eine fast schon seltsame Frage im 21. Jahrhundert möchte mancher meinen. Warum sollte an Liebe und Zärtlichkeit zwischen zwei erwachsenen und konsensfähigen Personen etwas Falsches sein? Sehr wohl, wenn Sie Arzt oder Ärztin oder eine Person aus einem therapeutischen oder heilendem Beruf sein sollten, die sich in eine Patientin oder einen Patienten verliebt oder umgekehrt. Dann sollten Sie sich jegliche romantischen Gefühle, Flirtversuche und gar Lustempfinden grundsätzlich verkneifen und verbieten. Sie sind laut Strafgesetzbuch „Sünde“ bzw. potentiell strafwürdig und werden vom Gesetzgeber schnell und hart sanktioniert.

Warum Sie nicht nur einen Rechtsbeistand, sondern auch einen IT-Experten brauchen.

Kinderpornografie ist ein hochemotionales Thema und wird zu Recht mit hohen Strafen belegt. Was in der aufgeheizten Stimmung nach Lügde und Bergisch-Gladbach aber oft außen vor bleibt, ist, dass der bloße Verdacht noch lange keine Schuld bedeutet. Es gibt einfach zu viele Fälle, bei denen sich herausstellt, dass die Anschuldigungen haltlos sind. Und dann ist es für Betroffene meist zu spät.

Ein Appell an die Gesetzgebung, Experten gerade beim Thema Kindesmissbrauch und Kinderpornografie besser zuzuhören.

Es ist ja nicht so, dass Politiker keine Sachverständigen zu Rate ziehen. Angesichts der enormen Summen für Beraterhonorare, die im Bundestag ausgegeben werden, kann man sogar den Eindruck gewinnen, dass es mitunter fast zu viele Sachverständige sind. Dennoch gewinnt man immer wieder den Eindruck: Erfahrene Experten sprechen Empfehlungen aus, die Politik aber forciert Vorgehensweisen ohne Rücksicht auf deren Sachverstand und Realitätssinn.

Der Bundestag stuft den Missbrauch von Kindern sowie Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie nach dem Vorfall in der Kleinstadt Lügde, als Verbrechen ein. Damit droht – sollte der Gesetzesentwurf erwartungsgemäß erfolgreich den Bundesrat passieren – bei Verurteilung eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe. Ist dies jedoch die einzig korrekte Maßnahme?

Opferschutz ist gut gemeint, kann aber auch das Gegenteil bewirken. Vor allem, wenn er als Opferjournalismus auftritt und so wenig reflektiert daherkommt wie in einem Artikel im Tagesspiegel vom 25.07.2020.