Sexualstrafrecht

Das Sexualstrafrecht beschäftigt sich mit Straftaten nach dem StGB, die einen Bezug zur Sexualität haben. Grob zusammengefasst lässt sich sagen, dass hierbei zum einen Strafnormen für Verhaltensweisen, die die sexuelle Selbstbestimmung von Personen einschränken, verhandelt werden, zum anderen aber auch der Besitz oder die Verbreitung Kinderpornografischer Inhalte oder Exhibitionismus strafrechtliche Beachtung finden.

Nachfolgend einige Beispiele für Sexualstraftaten:

Warum die Spezialisierung auf das Sexualstrafrecht notwendig ist

Weil in keinem anderen Bereich des Strafrechts derartiges Unrecht zum Nachteil der Beschuldigten und Angeklagten besteht wie im Sexualstrafrecht. Das liegt an der besonderen Beweiskonstellation im Sexualstrafrecht, der sogenannten "Aussage-Aussage-Konstellation". Denn während es bei den übrigen Strafsachen regelmäßig objektive Beweismittel gibt – z.B. Augenzeugen, Geo-Daten oder Fingerabdrücke - fehlen diese im Sexualstrafverfahren zumeist völlig.

Auch die DNA ist kein verlässliches Beweismittel zur Überführung eines angeblichen Täters. Denn zumeist steht der sexuelle Kontakt zwischen dem Mandanten und dem vermeintlichen Opfer außer Frage. Vielmehr gründen sich die Beschuldigungen des angeblichen sexuellen Übergriffs einzig darauf, dass die Einvernehmlichkeit während des sexuellen Kontakts nicht gegeben war - und dass diese Tatsache für den Mandanten deutlich erkennbar gewesen sein soll.

Diese beweisrechtliche Problematik tritt ebenfalls beim Vorwurf des Kindesmissbrauchs in den Fokus, denn auch hier ist mit dem Fehlen jeglicher objektiver Beweismittel zu rechnen. Die einzige Beweisgrundlage bleibt die Aussage des Kindes. Dieser Umstand fordert für die Verteidigung im Sexualstrafrecht eine völlig andere Herangehensweise als die Verteidigung im übrigen Strafrecht.

Neben der anwaltlichen Erfahrung und den „üblichen“ strafrechtlichen Kenntnissen wird hier die Aussagepsychologie zum elementaren Hilfsmittel. Nur über sie lassen sich Falschaussagen – die zumeist das vermeintliche Opfer selbst für „wahr“ hält – aufdecken. Übrigens ist die Aussagepsychologie weder Teil der juristischen Ausbildung noch der fachanwaltlichen Fortbildung und kann nur über zusätzliche Weiterbildungsmaßnahmen erworben werden. Ein entscheidender Vorteil, mit dem ich Ihre Verteidigung stützen kann.
Eine erfolgreiche Verteidigung im Sexualstrafrecht setzt also umfassende Kenntnisse und eine Spezialisierung auf das Sexualstrafrecht voraus – in Ergänzung mit aussagepsychologischer Kompetenz, die über die üblichen strafrechtlichen Kenntnisse hinausgeht.

Vorladung Sexualstrafrecht: Nichts tun ohne Anwalt

Eine Besonderheit sexualstrafrechtlicher Tatbestände ist die große gesellschaftliche Beachtung, die damit oft genug einhergeht. Bereits eine Verdächtigung reicht in vielen Fällen aus, den Argwohn anderer gegenüber der Beschuldigten zu wecken.

Sollten Sie sich dem Vorwurf der Vergewaltigung, des Kindesmissbrauchs oder eines anderen Tatbestands gegenüber sehen oder gar schon eine Vorladung erhalten haben, sollten Sie nichts ohne eine erfahrenen Anwalt für Sexualstrafrecht unternehmen. Sie haben als Beschuldigter ein Schweigerecht, von dem Sie unbedingt Gebrauch machen sollten. Gerade wenn man unschuldig ist, hat man das Bedürfnis, sich zu äußern und zu verteidigen. Doch durch die besondere Stellung des Sexualstrafrechts steigt hier die Gefahr, dass man von Befragenden in Widersprüche verstrickt wird. Ein spezialisierter Fachanwalt kann hier helfen und bereits frühzeitig Weichen stellen und so bestenfalls ein Gerichtsverfahren vermeiden.

 

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Besonderheit bei Sexualdelikten: Aussage gegen Aussage

Eine weitere Besonderheit zeigt, dass bei einem Verteidiger im Sexualstrafrecht besondere Kompetenzen und Erfahrungen nötig sind: die spezielle Beweislage. Da bei sexuellen Handlungen i.d.R. nur zwei Personen anwesend sind, gibt es in Verhandlungen oft genug keine Beweise außer der Aussagen der beiden Beteiligten (“Opfer” und “Täter”). Eine Verteidigung sollte in diesen Fällen auf einer fundierten aussagepsychologischen Analyse fußen, denn nur so lässt sich mit dem Konstrukt der Aussage-gegen-Aussage-Problematik in der Verteidigung umgehen. Seit der Reform des Sexualstrafrechts im Jahr 2016 hat sich dieser Anspruch noch verstärkt.

Als Rechtsanwältin für Sexualstrafrecht verfüge ich deshalb über ein fundiertes Wissen der Aussagepsychologie, das ich als unverzichtbar in meiner Arbeit erachte. Dank jahrelanger Erfahrungen und umfassender Kenntnisse kann ich immer wieder Fälle zugunsten meiner Mandanten verhandeln.

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Haben Sie als Beschuldigter eine Vorladung zu einer Vernehmung oder einer erkennungsdienstlichen Behandlung erhalten? Oder ist bei Ihnen gar eine Anklage wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung, der Vergewaltigung, des Kindesmissbrauchs oder des Besitzes von Kinderpornographie eingegangen? Befindet sich Ihr Angehöriger, Partner oder Freund wegen eines solchen Vorwurfs in Untersuchungshaft?

Lassen Sie sich nicht einfach in die Rolle des Täters drängen, sondern kontaktieren Sie so früh wie möglich einen erfahrenen Strafverteidiger für Sexualstrafrecht. Die Folgen einer Verurteilung wegen einer Sexualstraftat, insbesondere wegen der Delikte sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Kindern, Schutzbefohlener oder Widerstandsunfähiger sind oft gravierend. Häufig führt die Verurteilung zu einem vollständigen Ansehensverlust, dem Verlust der bürgerlichen, insbesondere beruflichen Existenz, zu immensen Schmerzensgeldforderungen, Berufsverboten oder gar Einreiseverboten in viele Staaten.

In der linken Spalte habe ich Ihnen vertiefende Informationen zu den einzelnen Bereichen des Sexualstrafrechts, in denen ich regelmäßig verteidige, zusammengestellt.

Bei Fragen zum Ablauf eines Verfahrens, zu den Kosten für meine Arbeit als Anwalt oder zu den Straftatbeständen nach StGB nehmen Sie gern Kontakt zu mir auf. Gemeinsam streiten wir für Ihr Recht!

 

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Ihre Anne Patsch

Rechtsanwältin & Fachanwältin für Strafrecht, Strafverteidigerin