Ein Appell an die Gesetzgebung, Experten gerade beim Thema Kindesmissbrauch und Kinderpornografie besser zuzuhören.

Es ist ja nicht so, dass Politiker keine Sachverständigen zu Rate ziehen. Angesichts der enormen Summen für Beraterhonorare, die im Bundestag ausgegeben werden, kann man sogar den Eindruck gewinnen, dass es mitunter fast zu viele Sachverständige sind. Dennoch gewinnt man immer wieder den Eindruck: Erfahrene Experten sprechen Empfehlungen aus, die Politik aber forciert Vorgehensweisen ohne Rücksicht auf deren Sachverstand und Realitätssinn.

Der Bundestag stuft den Missbrauch von Kindern sowie Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie nach dem Vorfall in der Kleinstadt Lügde, als Verbrechen ein. Damit droht – sollte der Gesetzesentwurf erwartungsgemäß erfolgreich den Bundesrat passieren – bei Verurteilung eine Mindeststrafe von einem Jahr Freiheitsstrafe. Ist dies jedoch die einzig korrekte Maßnahme?

Opferschutz ist gut gemeint, kann aber auch das Gegenteil bewirken. Vor allem, wenn er als Opferjournalismus auftritt und so wenig reflektiert daherkommt wie in einem Artikel im Tagesspiegel vom 25.07.2020.

Ein paar ungeschützte Gedanken zu einem angeblichen Trend-Thema.

Derzeit erhält eine Verhaltensweise während des Geschlechtsverkehrs mediale und fachjuristische Öffentlichkeit, die – obwohl Einvernehmlichkeit besteht – als Schändung, Körperverletzung und Vergewaltigung diskutiert wird. Es geht um das sog. Stealthing...

Über Catcalling, neue Prüderie und eine Grand Dame des französischen Films.

„Nice Ass!“. „Baby, du siehst geil aus!“ „Schnecke komm mal rüber“. Wer einer Frau nachpfeift oder einen entsprechenden Spruch platziert (sog. Catcalling), soll künftig in der Gefahr stehen, strafrechtlich verfolgt zu werden. So stellt es sich zumindest eine Gruppe von Feministinnen vor, die eine entsprechende Petition eingebracht hat.