In der heutigen Rechtsprechung stehen sich die Unschuldsvermutung und die richterliche Beweiswürdigung oftmals diametral gegenüber. Dies kann insbesondere bei Aussage-gegen-Aussage-Konstellationen oft fatale Folgen für den Angeklagten nach sich ziehen. Tatsächlich sind jedoch die überwiegenden Ermittlungsverfahren, Anklageschriften und Gerichtsurteile im Sexualstrafrecht von dieser Unzulänglichkeit geprägt. 

Wie können meine Mandanten die Macht der Öffentlichkeit für sich nutzen?

Der falsche Vorwurf sexueller Belästigung ist fast immer der Beginn von persönlicher und beruflicher Demontage, Hetzjagd, Rufmord, Depression und Arbeitsplatzverlust.

Sich selbst verteidigen im Fall der Anklage wegen Vergewaltigung oder sexuellen Missbrauchs; wer unschuldig ist, wird nicht selten auf diesen Gedanken kommen um so die Anwaltskosten zu sparen. Das Vertrauen in Justiz und den Polizeiapparat ist bei vielen unerschütterlich. Dass die Polizei – und insgesamt die Justiz – jedoch alles andere als Ihr „Freund und Helfer“ ist, bewahrheitet sich leider immer wieder.

Neues Sexualstrafrecht hat bereits in der Vergangenheit häufig für Furore gesorgt; keine Ausnahme bildet die neueste Anpassung. Knapp 7 Monate ist das 50. Strafrechtsänderungsgesetz nun in Kraft und sorgt für nicht eben wenig Irritation. Es hat das Sexualstrafrecht nochmals erheblich verschärft und macht es vor allem noch unbestimmter, was rechtsstaatlich bedenklich ist.