Jüngste Erfolge in der Sexualstrafverteidigung 

Die die jüngste Zeit prägenden Verfahren, bei denen ich für meine Mandanten die gegen diese laufenden Ermittlungsverfahren wegen dem Vorwurf sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und sexueller Missbrauch bereits im Ermittlungsverfahren beenden konnte, habe ich Ihnen hier –exemplarisch- zusammengestellt. Ihnen allen ist die Prägung durch die Konstellation Aussage gegen Aussage gemeinsam; mit anderen Worten, die hauptsächliche Besonderheit des Sexualstrafrechts, wonach sich die Beschuldigung bzw. die Anklage allein auf die Belastungsaussage als alleiniges Beweismittel stützt, während weitere Indizien für die vermeintliche Tat wie etwa eindeutige Spuren fehlen.

Hierdurch ist die Verteidigungsmöglichkeit des Beschuldigten bzw. des Angeklagten in der Konstellation Aussage gegen Aussage extrem eingeschränkt. Gleichzeitig sind Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte zumeist voreingenommen zum Nachteil des Mandanten. Im Ergebnis bietet daher die Aussagepsychologie die einzige Möglichkeit, doch noch zu einer Einstellung des Verfahrens im Ermittlungsverfahren bzw. einem Freispruch zu kommen, indem sie die Mängel der Belastungsaussage, insbesondere deren fehlende Glaubhaftigkeit nachweist.

So konnten in den letzten Wochen und Monaten etliche weitere Verfahren neben den hier ausführlicher dargestellten Ermittlungsverfahren der Staatsanwalt Frankfurt/ Oder, der Staatsanwaltschaft Hamburg, der Staatsanwaltschaft Hannover und der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main die Sexualstraftaten zum Gegenstand hatten, bereits im Ermittlungsverfahren eingestellt werden.

Dies durch eine umfassende Verteidigerschrift (sog. Schutzschrift), in der jeweils die fehlende Glaubhaftigkeit der Belastungsaussage(n) der jeweiligen Anzeigeerstatterin begründet worden ist.

Den Mandanten wurde auf diese Weise eine Anklage wegen Vergewaltigung bzw. eine Anklage wegen sexuellen Missbrauchs erspart.

Und damit der Verlust weiterer erheblicher finanzieller Mittel, Rufschädigung und massiver persönlicher Belastung.

 

Erfolge aus dem ersten Halbjahr 2018

Auch im ersten Halbjahr 2018 hat sich unser Ansatz, in den Ermittlungsverfahren wegen Vorwurf einer Sexualstraftat mittels einer umfangreichen Verteidigerschutzschrift auf aussagepsychologischer Grundlage zu erkämpfen, in hohem Maß bewährt.

Über 85 % der Ermittlungsverfahren erfolgreich eingestellt

So konnten allein in den Monaten Januar bis Juni 2018 mehr als 85 % der Ermittlungsverfahren wegen dem Vorwurf sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und sexueller Missbrauch erfolgreich eingestellt werden. Und unseren Mandanten durch frühes Handeln im Ermittlungsverfahren Anklage, öffentliche Hauptverhandlung, Verlust weiterer erheblicher finanzieller Mittel, Rufschädigung und persönlicher Belastung erspart bleiben.

Anzeigen nach One-Night-Stand nehmen zu

Auffallend hierbei ist, dass ein erheblicher Anteil der Strafanzeigen wegen sexuellen Übergriffs, Vergewaltigung und sexueller Nötigung von relativ jungen Frauen nach Clubbesuchen und anschließenden one-night-stand erstattet wurden.

Einvernehmlicher Sex in Vergewaltigung umfunktioniert

Denn hier wird der in der Laune der Nacht noch einvernehmliche Sex an den Tagen danach häufig sehr schnell in ein nicht-einvernehmlich und damit ein Sexualdelikt umfunktioniert. Sei es, indem der spontane Sex jener Nacht mit dem Selbstbild kollidiert. Und bzw. oder die Dame dem Partner, den Eltern oder Freunden erklären soll, wie sie die Nacht verbracht hat. Da wird dann umso schneller Anzeige wegen Vergewaltigung erstattet. Sicherlich auch eine der Folgen der Reform des Sexualstrafrechts im November 2016.

Aus bewusster Falschaussage entsteht irrtümliche Falschaussage

Häufig lässt sich aussagepsychologisch auch belegen, dass aus einer zunächst bewussten Falschaussage mit zunehmender Zeit und Auseinandersetzung mit dem fraglichen Geschehen eine irrtümliche Falschaussage wird. D.h., es kann nicht ganz ausgeschlossen werden, dass die Zeugin zunächst unmittelbar nach dem Geschehen noch ein Bewusstsein hatte von einem vielleicht nicht tollen Sex, aber einem eben von einem von ihr hingenommenen. Und erst in den Stunden danach - etwa bei einem für sie unbefriedigenden weiteren Kontakt mit dem später sodann beschuldigten Mandanten- motivationale Prozesse entstehen, und sich für die Dame die Überzeugung von kompletter Nichteinvernehmlichkeit zunehmend etabliert. Mit der Folge, dass die Dame letztendlich tatsächlich die irrtümliche Überzeugung gewinnt, Opfer einer Vergewaltigung geworden zu sein.

Zumeist stehen Aussage gegen Aussage …

Nahezu alle hier aufgeführten Verfahren sind durch die Konstellation Aussage gegen Aussage geprägt; d.h., Aussage der Anzeigeerstatterin über die vermeintliche Nichteinvernehmlichkeit des Geschlechtsverkehrs und die Aussage des Mandanten als Beschuldigten stehen sich diametral gegenüber; weitere Indizien für die vermeintliche Tat fehlen.

Eingeschränkte Verteidigungsmöglichkeit

Mit der Folge stark eingeschränkter Verteidigungsmöglichkeit des Mandanten bei gleichzeitiger Voreingenommenheit von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichte zumeist voreingenommen zum Nachteil des Mandanten.

Aussagepsychologie wendet das Blatt

Mithilfe sachlicher Argumentation zum Nachweis fehlender Glaubhaftigkeit der Belastungsaussage auf der Grundlage der forensischen Aussagepsychologie ließ sich das Blatt zugunsten des Mandanten zumeist bereits im Ermittlungsverfahren, wenden.

So konnten neben dem Freispruch vor dem Amtsgericht Stralsund – Anklage wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern und der Einstellung des Verfahrens in der Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Osnabrück – Anklage wegen sexuellen Übergriffs – etliche Einstellungen in den Ermittlungsverfahren erkämpft werden.

Die besonders auffallenden dieser Verfahren haben wir Ihnen hier wieder zusammengestellt.

 

Erfolge aus dem zweiten Halbjahr 2018

Die Zahl der Ermittlungsverfahren mit dem Vorwurf sexueller Übergriff, sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen bzw. (schwerer) Sexueller Missbrauch von Kindern, die es hier in der Kanzlei erfolgreich zu beenden galt, hat auch im 2. Halbjahr 2018 weiter zugenommen.

So konnten wiederum bei gegebener Beweis-Konstellation „Aussage gegen Aussage“, bei der sich die Belastungsaussage der Anzeige-Erstatterin und die Aussage meines Mandanten einander widersprechend gegenüberstehen und weitere Indizien für die vermeintliche Tat wie etwa eindeutige Spuren fehlen, etliche Ermittlungsverfahren erfolgreich bereits in frühem Stadium zu ihrer endgültigen Einstellung bringen lassen. D.h., den Mandanten wurde auf diese Weise das zeit- und kostenintensive Gerichtsverfahren und die damit verbundene hohe emotionale Belastung erspart.

Eine Auswahl der aktuell erfolgreich beendeten Ermittlungsverfahren habe ich für Sie im Folgenden zusammengestellt: 

So etwa ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Gießen wegen angeblicher Vergewaltigung (Anm.: bitte auf unten verlinken) der Staatsanwaltschaft Kassel wegen angeblichen sexuellen Missbrauchs von Kindern seitens Tochter der ehemaligen Lebensgefährtin im Erwachsenenalter und nach entsprechenden „Therapie-Marathon“ (folgt im BLOG; „Polizeiliche Vernehmungsmethoden“… bitte zu gegebener Zeit dahin verlinken)).

Weiter ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Ulm wegen Vergewaltigung – auch hier hatte eine zwischenzeitlich erwachsene Zeugin meinen Mandanten wegen einer angeblichen Vergewaltigung im Jugendalter angezeigt.

 

Jüngste Erfolge in der Sexualstrafverteidigung 2019

Auch in dem noch jungen Jahr 2019 konnten wir bereits in einigen Ermittlungsverfahren für die Mandanten erfolgreich die jeweilige Einstellung des Verfahrens erreichen.

Zu erwähnen ist hier insbesondere ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen angeblichen sexuellen Übergriffs gegen einen noch jugendlichen Mandanten. Ferner ein Verfahren der Staatsanwaltschaft Köln wegen angeblicher Vergewaltigung der vermeintlich schlafenden Geschädigten. Daneben ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Mannheim wegen angeblicher Vergewaltigung sowie ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau wegen angeblich schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern.

 

Erfolge aus 2018 im Einzelnen:

 

Erfolge vor 2018:

 

Freisprüche und Verfahrenseinstellungen in der Hauptverhandlung

Neben den erfolgreichen Einstellungen im Ermittlungsverfahren konnten zudem allein im Jahr 2017 nach dem Freispruch vor dem Landgericht Münster wegen Vorwurf des sexuellen Missbrauchs Widerstandsunfähiger etliche Freisprüche sowie Verfahrenseinstellungen in der Hauptverhandlung erzielt werden.

Diese Tendenz setzte sich auch im ersten Halbjahr 2018 mit einer Verfahrenseinstellung nach Anklage wegen sexueller Belästigung vor dem Amtsgericht - Schöffengericht Osnabrück sowie einem Freispruch in der Hauptverhandlung nach Anklage wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Amtsgericht - Schöffengericht- Stralsund fort. Daneben konnte in einem Verfahren nach Anklage wegen sexueller Nötigung die Ablehnung der Eröffnung des Hauptverfahrens und damit die Zurückweisung der Anklage seitens des Amtsgerichts Wiesbaden nach umfassender Verteidigerschutzschrift erreicht werden. Damit konnte dem Mandanten die Hauptverhandlung auf diese Weise erspart werden. Insgesamt verringerte sich die Anzahl der Gerichtsverfahren weiter zu Gunsten der weiterhin gestiegen Zahl der erreichten Verfahrenseinstellungen in den Ermittlungsverfahren.