Die falsche Beschuldigung im Sexualstrafrecht - Hintergründe, Ursachen und Folgen

falsche beschuldigung bearbeitetEine falsche Beschuldigung hat handfeste Vorteile für die anzeigende Person!

Die falsche Beschuldigung ist fast immer der Beginn von persönlicher und beruflicher Demontage, Hetzjagd, Rufmord, Depression und Arbeitsplatzverlust. So können Sexualstraftaten im Führungszeugnis das Ende einer Karriere bedeuten.

Schon im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren sorgen die falsche Beschuldigung, die Falschaussage, die Lüge und frei erfundene Verdacht auf sexuellen Missbrauch dafür, dass eine veritable Maschinerie ins Rollen kommt.

Wie wir die Rufmord-Maschinerie stoppen:

Um diese Maschine zu stoppen, benötige ich sehr frühe Information über Hintergründe und Motivation der anzeigenden Person, damit ich den Vorwürfen durch eine fundierte Verteidigung bereits im Rahmen der Schutzschrift die Grundlage entziehen kann.

Wer die Motivation für falsche Beschuldigungen kennt, kann deren Folgen stoppen!

Meine Mandanten entwickeln die gemeinsame Taktik mit mir zusammen; das Zusammenspiel von weiterführender Information zum Sachverhalt sowie das strategische Vorgehen eines spezialisierten Anwalts für Sexualstrafrecht führt mithin zu den besten Ergebnissen.

Dazu erfahren meine Mandanten über mögliche Beweggründe für eine falsche Beschuldigung zuerst:

Der Vorteil der Falschaussage für die anzeigende Person ist größer als die Furcht vor ihrer möglicher Bestrafung

In Deutschland werden Verleumdung und üble Nachrede hart bestraft.

Wir stellen in der Kanzlei seit Jahren fest: In allen Fällen ist der anzeigenden Person ihr eigener Vorteil bei der frei erfundenen Beschuldigung wichtiger als diese drohende Strafe.

Vorteile (Psychologie) einer Falschbeschuldigung

Ich frage immer zuerst: Welchen Vorteil hat die anzeigenden Person von einer Falschaussage im Sexualstrafrecht?

Diesen Vorteil gibt es IMMER, sogar dann, wenn an dem Vorwurf „was dran“ ist.

Rache, Selbstaufwertung durch Abwertung relevanter Intimpersonen, Externalisierung eigener Schwächen („Frau hat Karriere der Kinder wegen aufgegeben und wirft Mann dessen Karriere vor“) sowie rein ideologisch verbrämte angebliche Schutz-Inszenierungen („Schutz der Kinder“ vor dem Vater)

Besonders der frei erfundene Vorwurf ist motiviert durch die „Veränderung der gefühlten Größen“ aller Beteiligten:

  • Die angezeigte Person wird durch die falsche Beschuldigung verkleinert, die anzeigende Person fühlt sich größer.

Die Selbstvergrößerung der anzeigenden Person (auch gegenüber Dritten, etwa Kindern, Schwiegereltern, der Justiz, beruflichen und privaten Konkurrenzpersonen) gelingt, wenn die angezeigte Person in ihrer Rolle, in ihrer Funktion und in ihrem ganzen Leben verkleinert, von sozialen Rollen abgezogen und in ihrer Reputation diskreditiert wird.

Die angezeigte Person soll insgesamt als Schuldige dastehen.

Beispiele für Vorteile der anzeigenden Person:

Bei gerichtlich nachgewiesenen Falschaussagen gegen meine Mandanten ging es z.B.

  • einer Mutter darum, die gemeinsamen Kinder im Sorgerechtsstreit auf ihre Seite zu ziehen
  • einer Geliebten darum, das heimliche Verhältnis (und auch den einmaligen Seitensprung) überhaupt öffentlich zu machen, sobald eine Rückkehr meines Mandanten zur Ehefrau drohte
  • einer Ehefrau um Rufmord: ihr soziales Selbstbild zu erhöhen, nachdem mein Mandant mit ihrem Einverständnis Karriere und sie den Haushalt gemacht hatte.
  • einem Arbeitskollegen darum, seiner Vorgesetzten sexuelle Attacken zu unterstellen, nachdem er bei der Beförderung übergangen worden war.
  • der Assistenzärztin um Rache wegen einer Degradierung im Dienstverhältnis zum Chefarzt nach einem angeblichen Narkosefehler. Approbationsverlust drohte.
  • Ob Familien oder Freunde des Beschuldigten oder gar eine übergeordnete Instanz (Gerichte) über das angebliche Fehlverhalten informiert sein sollen, ist dabei unwesentlich.

Vier Folgen einer Falschbeschuldigung in der Öffentlichkeit P0A4385klein

Besonders jene Mandanten, die einen öffentlichen Ruf zu verlieren haben, erfahren umgehend etwas über die vier Regeln im Umgang mit einer falschen Beschuldigung:

  • Ideologische Ausschlachtung

Feministinnen und verwandte Ideologen reden und schreiben reflexhaft von der Unterdrückung der Frau, sobald sie „Wind von der Sache“ bekommen.

  • Medien sind begeistert

Gestiegene Auflagen, gestiegenes Renommé der Zeitung, Angeblich im „öffentlichen Auftrag“ unterwegs, befördern manche von ihnen „Volkes Stimme“, sobald es der Umsatzsteigerung dient.

  • Journalisten mehren ihren Ruhm

Hintergrundrecherchen oder gerade deren Fehlen lassen Journalisten in grandiosem Licht erscheinen. Persönlicher Imagezuwachs durch Medienpräsenz, Talkshows etc. Wer jetzt z.B. an die Hitler-Tagebücher denkt, hat das Ausmaß dieser Inszenierungen verstanden.

  • Ideologien sind billig und folgenlos

Jeder Ideologe, der was auf sich hält (und Ideologen halten ja gewöhnlich viel von sich selbst), greift sich aus den Fällen jenes Detail heraus, das er braucht, um seine Sichtweise zu bestätigen.

Folgen einer falschen Beschuldigung: Unschuldige besonders gefährdet!

Vier Sofort-Tipps für Unschuldige nach einer falschen Beschuldigung im Sexualstrafrecht:

  1. Sofort zum Anwalt!

Meine Mandanten im Sexualstrafrecht sind häufig Opfer falscher Beschuldigungen, Verdächtigungen und Vorwürfe.

Es geht meistens um

  • Vergewaltigung
  • sexuelle Nötigung
  • Kindesmissbrauch
  • Pornografie
  • Sexueller Übergriff
  1. Sofort-Maßnahmen gegen die falsche Anschuldigung nötig!

Der anzeigenden Person geht es - bewusst oder unbewusst - um die Beschädigung von Reputation, Integrität und oft auch Lebensgrundlage des Beschuldigten. (mehr dazu s.u.)

Auch aus diesem Grund sind Sofort-Maßnahmen (nicht nur rechtlich relevante!) notwendig.

  1. Unschuldige sind besonders gefährdet!

Die Gruppe der zu Unrecht Beschuldigten reagiert naiv, zu spät und unangemessen passiv auf eine falsche Beschuldigung. Personen aus dieser Gruppe

  • gehen immer zu spät (!) zum Anwalt
  • kümmern sich weder um Entlastendes noch um eine Korrektur der Vorwürfe
  • glauben, der Vorwurf sei derart abwegig; das werde jeden Richter abschrecken.
  • geben nicht freiwillig ihre eigene Sicht auf das Geschehen im Ermittlungsverfahren an
  • wundern sich sehr, wie weit die anzeigende Person mit ihrer Falschanzeige kam.
  • lassen sich nur durch tragische Zahlen (Freispruchquote von nur 3 %) beeindrucken, kaum durch einfache Erfahrungswerte.
  • überhöhen staatliche Autoritäten in naiver Weise („Das Gericht wird die Wahrheit schon herausfinden“)
  • unterschätzen regelmäßig die desaströse Wirkung von Presse und Öffentlichkeit im Gerichtssaal und davor.
  1. Sofort pro-aktiv eine Gegenöffentlichkeit schaffen!

Ohne Öffentlichkeit, die den angeblichen sexuellen Übergriff, die angebliche Vergewaltigung, Nötigung oder den angeblichen Handel mit Pornografie zur Kenntnis nimmt, entstünde der durch die Falschanzeige erhoffte Vorteil nicht.

Im Sexualstrafrecht stellen gute Strafverteidiger lange vor Prozessbeginn eine sog. Gegenöffentlichkeit her.

Ich kooperiere seit 9 Jahren mit einer Litigation-PR-Agentur, falls meine Mandanten eine öffentliche Reputation (politisches Amt, Arbeit, Vereinsvorsitz etc) zu verlieren haben.

In kleineren Fällen aktiviere ich meine Pressekontakte und setze gelegentlich einen Privatdetektiv ein, um das Mandantenziel zu erreichen.

Oft liegt die falsche Beschuldigung in einem ganz tragischen Sinne „nahe“: Die falsch beschuldigende Person gehört häufig - wie ein großer Teil der echten Opfer dieser Straftaten - zum ganz nahen Umfeld eines Beschuldigten.

Bei Unklarheiten fragen Sie gerne jederzeit unter folgender Nummer nach 0621 33 58 356 oder nutzen das Kontaktformular. Kontaktieren Sie mich

Weitere wertvolle Rechtstipps sowie Bewertungen zu meiner Arbeit finden Sie unter www.anwalt.de.