Falschaussagen

Sexualstrafrecht ist für Justizirrtümer und Fehlurteile anfälliger als jedes andere Gebiet der Strafverteidigung! So dürfte mindestens jede dritte bis vierte Anzeige eines Sexualdelikts falsch sein. Dies aus völlig unterschiedlichen persönlichen Gründen und Motiven der AnzeigeerstatterInnen.

AnzeigeerstatterInnen – denn zwar gehen statistisch die überwiegende Zahl falscher Verdächtigungen auf das „Konto“ von Frauen; indes werden Falschanzeigen immer wieder auch von Männern, insbesondere jungen Männern, erhoben. Und – naturgemäß kann auch eine Frau „Täterin“ der Delikte sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch von Widerstandsunfähigen, sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen und insbesondere sexueller Missbrauch von Kindern sein!

Die Motive für Falschaussagen sind höchst unterschiedlich. Nicht immer ist es die emotional enttäuschte oder geldgierige Frau, die sich an einem Mann mit einer Anzeige des Inhalts sexuelle Nötigung, Vergewaltigung oder sexueller Missbrauch Widerstandsunfähiger aus reiner Bosheit rächt.

Und nicht immer ist es ein Kind in einem Sorgerechtstreit oder sonstigen Familienkonflikt, dessen Mutter ihm suggeriert, der Vater habe es sexuell missbraucht.

Indes – allen Falschaussagen ist gemeinsam: sie werden der Justiz und Gesellschaft extrem begünstigt. Zumeist genügt das „Zauberwort“ sexueller Missbrauch“ bzw. „Vergewaltigung“, um massives Verständnis für eigene Unzulänglichkeit, Aufmerksamkeit, Mitleid und Empathie zu „ernten“. Schnell entsteht eine Aussagespirale, die es dem vermeintlichen Opfer naturgemäß immer schwieriger macht, „auszusteigen“ und die ursprüngliche Falschaussage zu korrigieren. Ermittlungsbeamte mit Opfermentalität formen in diesen Fällen sodann leider häufig den falschen Vorwurf zur „perfekten“ Falschaussage, indem sie anstatt den Vorwurf kritisch zu hinterfragen, vielmehr suggestiv die Tatbestandsmerkmale des passenden Delikts in die vermeintlich Geschädigte hineinfragen und entsprechend protokollieren.

Und: allen Falschaussagen ist gemeinsam: sie schaden dem Mandanten psychisch, gesellschaftlich wie wirtschaftlich, mehr als jeder andere Vorwurf aus dem Bereich des Strafrechts.

Im Einzelnen:

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