Sexualdelikte: Kerndelikte und Prozessuales

Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung, Sexueller Missbrauch von Kindern und Erwerb/ Besitz von Kinderpornographie stellen die Kerndelikte des Sexualstrafrechts dar. Dabei macht die Verteidigung gegen Vorwürfe dieser Delikte den Großteil meiner täglichen Arbeit als Verteidigerin aus.

Insbesondere die Verteidigung gegen die Vorwürfe Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und Kindesmissbrauch unterscheidet sich besonders erheblich von der Verteidigung in anderen Bereichen des Strafrechts.

Denn die Verteidigung gegen die Vorwürfe Sexuelle Nötigung/ Vergewaltigung und Sexueller Missbrauch insbesondere prozessual völlig unterschiedliche Anforderungen an die Verteidigung als die Verteidigung gegen Vorwürfe im übrigen Strafrecht:

So sind Verfahren wegen dem Vorwurf Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und Sexueller Missbrauch regelmäßig geprägt von einer Aussage-Aussage-Konstellation, Opferbonus, Falschbelastungen seitens der „Opfer“ aus den unterschiedlichsten Motiven (u.a. Rache, Vertuschen eines „Seitensprungs“, Sorgerechtsstreit), gesellschaftlicher Ächtung und Vorverurteilung.

Frühes Verteidigerhandeln erforderlich!

Eine gute und erfolgreiche Verteidigung gegen die Vorwürfe Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und Sexueller Missbrauch muss in Anbetracht der gravierenden Folgen einer Verurteilung (verlinken mit FAQ „Strafen) hohen Strafdrohung, Gefahr von Verdachtskündigung, Disziplinarverfahren, Approbationswiderrufsverfahren und Berufsverboten, Schmerzensgeldforderungen, Einreiseverboten in andere Staaten, selten gegebener Möglichkeit der Bewährung bzw. Erleichterungen im Strafvollzug sowie Öffentlichkeit der Hauptverhandlung sehr früh im Ermittlungsverfahren ansetzen.

Arbeit an der (Falsch)belastungsaussage!

Denn die Tatsache häufiger Falschbelastungen sowie der den vermeintlichen Opfern seitens Polizei und Gesellschaft nur allzu bereitwillig entgegengebrachte „Opferbonus“ bei gleichzeitiger „Vorverurteilung“ des „Täters“ erfordern von der Verteidigung dringend die fundierte und rechtzeitige Analyse der Belastungsaussage und der Aussageentstehung unter Hinzuziehung aussagepsychologischer Erfahrung und Kenntnisse. Je früher im Ermittlungsverfahren die Verteidigungsarbeit ansetzen kann, desto größer sind noch die Chancen, die öffentliche Hauptverhandlung und damit Presse, Öffentlichkeit und gesellschaftliche Diskreditierung zu vermeiden.

Geht Ihnen eine polizeiliche Vorladung zur Vernehmung zu, kontaktieren Sie mich bitte umgehend und machen Sie von Ihrem Schweigerecht gegenüber der Polizei Gebrauch! Nur so haben wir die Möglichkeit, gegen Sie erhobene Vorwürfe des Inhalts Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung oder Sexuelle Missbrauch erfolgreich und effektiv zu beenden.

Sie haben Fragen zum Sexualstrafrecht oder wünschen eine Beratung? Ich informiere Sie gern über die Gesetzeslage und aktuelle Änderungen, beispielsweise die Reform im Sexualstrafrecht 2016.

Bei Unklarheiten fragen Sie gerne jederzeit unter folgender Nummer nach 0621 33 58 356 oder nutzen das Kontaktformular. Kontaktieren Sie mich