Erkennt die Aussagepsychologie auch die irrtümliche Falschaussage?

Nach speziellen Kriterien prüft die Aussagepsychologie Glaubhaftigkeit von Zeugen. Wie aber steht es mit irrtümlichen Falschaussagen? 

Anhaltspunkte für Suggestibilität liegen insbesondere dann deutlich vor, wenn einzelne Aussageteile den Eindruck vermitteln, reaktiv auf Fragen Dritter entstanden zu sein.Strafverteidigung auf Grundlage aussagepsychologischer Mittel durch A. Patsch

Die Untersuchung der Falschaussage  lässt dann bei Betrachtung der Anknüpfungstatsachen und der Aussagegenese regelmäßig Anhaltspunkte für eine Suggestion erkennen.

Die Suggestibilität der Aussageperson kann sich insbesondere auch an ihrem Verhalten in einem gutachterlichen Gespräch zeigen.

So gibt beispielsweise eine sich im Gespräch selbstbewusst zeigende Person, die auch deutlich macht, wenn sie etwas nicht versteht, insbesondere Suggestivfragen überwiegend nicht gemäß der Suggestion beantwortet, auch weniger Anhaltspunkte für Suggestibilität. 

Zu hinterfragen ist jeweils, ob die Aussageperson generell über ein ausreichendes Maß an Kontrollmöglichkeiten gegenüber Suggestiveinflüssen verfügt.

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