Hausdurchsuchung

Beim Vorwurf Erwerb und Besitz von Kinderpornographie sowie Vergewaltigung kommt es häufig überraschend zu Durchsuchungen beim Beschuldigten. Diese haben das Ziel, etwaige Beweismittel bei dem Beschuldigten oder Dritten sicherzustellen und zu beschlagnahmen (§§ 102 f StPO).

Daneben erhoffen sich Polizei und Staatsanwaltschaft spontane Aussagen des überrumpelten Beschuldigten sowie etwaiger weiterer Personen aus seinem sozialen Nahbereich zum Tatvorwurf.

Rufen Sie mich an und bitten Sie die Beamten, mit der Durchsuchung bis zu meinem Eintreffen zu warten.

Auf diese Weise kann ich die Durchsuchung lenken, und die Beschlagnahme bzw. Sicherstellung von Beweismitteln und Unterlagen prüfen; etwaige Rechtsverstöße während der Durchsuchung geltend machen und anschließend einfacher die Herausgabe von für Sie wichtigen Unterlagen erreichen.

Verhaltenstipps bei Hausdurchsuchung

  • Leisten Sie während der Durchsuchung keinen Widerstand gegen die Beamten! Versuchen Sie nicht noch, etwaige Beweismittel beiseite zu schaffen, etwa, Daten zu löschen! Denn dies könnte als Verdunkelungshandlung gedeutet werden (Haftgrund!)
  • Fertigen Sie Notizen zum Verhalten der Beamten.
  • Lassen Sie sich die Ausweise der Beamten zeigen; bestehen Sie auf einer Rechtsbelehrung sowie dem Durchsuchungsbeschluss.
  • Bitte prüfen Sie, ob in dem Durchsuchungsbeschluss die gesuchten Beweismittel genannt sind und händigen Sie diese den Beamten aus, wenn diese erwartungsgemäß ohnehin gefunden würden.
  • Widersprechen Sie bitte der Sicherstellung der Beweismittel. Ihr Widerspruch muss im Durchsuchungsprotokoll festgehalten werden!
  • Verlangen Sie ein Durchsuchungsprotokoll; unterschreiben Sie dieses jedoch nicht! Sind darin alle sichergestellten Beweismittel aufgenommen?
  • Sind alle sichergestellten Beweismittel versiegelt und Ihr Verlangen nach Versiegelung der sichergestellten Beweismittel im Durchsuchungsprotokoll festgehalten?
  • Bitte äußern Sie sich insbesondere nicht zum Tatvorwurf; lassen Sie sich nicht auf „informelle“ Gespräche mit den Beamten ein.

Bei Unklarheiten fragen Sie gerne jederzeit unter folgender Nummer nach 0621 33 58 356 oder nutzen das Kontaktformular.

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Dieser Text erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, er dient nur der ersten Orientierung. Für Fragen im Einzelfall vereinbaren Sie bitte einen Termin für eine zeitnahe Erstberatung in unserer Kanzlei in Frankfurt oder Mannheim, alternativ gerne auch telefonisch oder per E-Mail. Für eine Erstberatung planen Sie bitte rund eine Stunde Zeit ein.

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