Bedeutung aussagepsychologischer Gutachten für die Verteidigung

Aussagepsychologische Gutachten dienen der Beurteilung der Glaubwürdigkeit von Zeugen. Die Bedeutung aussagepsychologischer und psychiatrischer Gutachten ist immens! Denn –gegenüber Sachbeweismittel- ist der Zeugenbeweises dasjenige Beweismittel, welches am meisten fehleranfällig ist. Sei es, dass sich Zeugen tatsächlich irren. Oder sei es, dass Zeugen –insbesondere in Sexualstrafverfahren- schlichtweg die Unwahrheit sagen!

Zugleich entscheidet der Richter nach freier richterlicher Überzeugung, mithin nach seiner ureigenen und privaten Überzeugung, welchem Zeugen bzw. Verfahrensbeteiligten er glaubt.

Leider zeigt die Erfahrung, dass Richter wie Staatsanwälte bei der Beurteilung der Delikte sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und sexueller Missbrauch häufig intuitiv geneigt sind, dem „Opfer“ zu glauben. Dies macht die Einholung eines aussagepsychologischen Gutachtens für die Verteidigung so wesentlich.

Psychiatrische Gutachten

Teilweise bieten sich auch Beweisanträge auf die Einholung psychiatrischer Gutachten an. Dies etwa, wenn es gilt zu klären, ob die Belastungsaussage durch eine psychische Erkrankung zustande gekommen ist. Psychiatrische Sachverständigengutachten dienen der Beurteilung der Glaubhaftigkeit einer Aussage. Ebenso bieten sich psychiatrische Gutachten zur Beurteilung der Glaubhaftigkeit kindlicher Zeugenaussagen an.

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