Aussage gegen Aussage

Verfahren wegen den Vorwürfen Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung und Sexueller Missbrauch von Kindern sind zumeist gekennzeichnet von einer sog. Aussage – Aussage- Konstellation. Dies bedeutet, dass der bestreitenden Aussage des Beschuldigten einzig die Belastungsaussage des vermeintlichen Opfers gegenüber; indes fehlen objektive Beweismittel.

„Aussage gegen Aussage“ bedeutet, dass sich die Beweissituation gegen den Beschuldigten einzig auf die Aussage eines Zeugen als stützt, mithin neben der Aussage des Belastungszeugen keine weiteren Beweismittel (wie weitere Zeugen, Spuren, Aufzeichnungen) zur Verfügung stehen während der Beschuldigte den Inhalt dieser Aussage bestreitet bzw. sich nicht äußert.

Ob Einstellung oder Anklage bzw. ob Freispruch oder Verurteilung hängt sonach einzig davon ab, ob der Staatsanwalt bzw. Richter dem „Opferzeugen“ oder dem Beschuldigten glaubt. D.h., allein die Glaubwürdigkeit der jeweiligen Beteiligten in den Augen des Staatsanwalts bzw. Richters entscheidet über den Ausgang des Verfahrens. Für Anklage und Verurteilung genügt sonach eine bloße Belastungsaussage, sofern sie von Staatsanwalt und Richter für glaubwürdig erachtet wird. Demnach reduziert sich die Urteilsfindung einzig auf die subjektive Meinungs- und Überzeugungsbildung (Grundsatz der richterlichen Beweiswürdigung).

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