Arbeit an der Belastungsaussage

Die aussagepsychologische Auseinandersetzung mit der Belastungsaussage umfasst die Prüfung aussagepsychologischer Merkmale wie Entstehungsgeschichte der Belastungsaussage, Aussageentwicklung, Suggestibilität, Plausibilität, Motivanalyse, Konstanz, Widerspruchsfreiheit, Möglichkeit von Pseudoerinnerungen, Detaillierungsgrad in der Darstellung von Kerngeschehen und Randgeschehen. Insbesondere die Analyse von Aussageentstehung, also Analyse der Situation, in welcher die Aussage erstmals geäußert wurde, und Aussageentwicklung liefern oft erfolgreiche Anhaltspunkte gegen Wahrheitsgehalt und Erlebnisfundament der Belastungsaussage!

Häufig lässt auch die Aussageentwicklung den Einfluss von Suggestionen auf die Belastungsaussage erkennen und zeigt so die Hintergründe der Falschaussage. Gerade bei kindlichen Aussagen oder Aussagen Erwachsener zu einem in der Kindheit erlittenen vermeintlichen sexuellen Missbrauch ist dies der Fall! Denn gerade Kinder verändern oft Angaben unbewusst und entgegen ihrer eigenen Erinnerung, da sie bei dem sie befragenden Erwachsenen Erwartungen spüren, die sie glauben, erfüllen zu müssen.

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