Vorwurf Kindesmissbrauch: Anwaltliche Beratung und Unterstützung

Sexueller Missbrauch von Kindern ist mit einer Freiheitsstrafe von 6 Monaten bis zu 10 Jahren bedroht.

Die Norm Sexueller Missbrauch von Kindern verfügt über etliche Begehungsalternativen. Opfer ist dabei immer ein Kind, das heißt, Jungen und Mädchen unter vierzehn Jahren.

So macht sich jemand des Kindesmissbrauchs strafbar, wenn er sexuelle Handlungen an einem Kind vornimmt, sexuelle Handlungen an sich von dem Kind vornehmen lässt, oder ein Kind dazu bestimmt, sexuelle Handlungen an einem Dritten vorzunehmen oder von einem Dritten an sich vornehmen zu lassen.

Vorwurf Kindesmissbrauch: Sexuelle Gewalt gegen Kinder

Ebenfalls dem Tatbestand "Sexueller Missbrauch von Kindern" unterfällt, wenn der Täter auf ein Kind mittels pornographischer Schriften oder mittels Informations- oder Kommunikationstechnologie einwirkt. Dies gilt insbesondere, wenn versucht wird, das Kind zu sexuellen Handlungen zu bringen, die es an oder vor dem Täter oder einer dritten Person vornehmen oder von dem Täter oder einer dritten Person an sich vornehmen lassen soll. Ebenfalls zählt es zum Kindesmissbrauch, wenn das Kind dazu gewzungen wird, kinderpornographische Schriften herzustellen oder sich zu verschaffen (§ 184b Absatz 1 Nummer 3, § 184b Absatz 3).

Ausmaße des Kindesmissbrauchs

Wird ein Kind sexuell missbraucht, ist seine Gesamtentwicklung gestört. Durch Autoritätspersonen werden Unterlegenheit und Unwissen der Kindern durch den Täter zu dessen eigener sexuellen Befriedigung ausgenutzt.

Sexueller Missbrauch von Kindern ist auch dann verwirklicht, wenn der Täter ein Kind für eine Tat des Sexuellen Missbrauchs von Kindern nach § 176 Abs. 1 bis 4 anbietet oder nachzuweisen verspricht bzw. sich mit einer anderen Person zu einer solchen Tat verabredet. In einem solchen Fall ist der Vorwurf Kindesmissbrauch tendenziell gerechtfertigt.

Ob sexueller Kindesmissbrauch oder schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorliegt, wird je nach Stärke des Vergehens am Opfer und den Vorstrafen des Täters entschieden. Genaue Regelungen dazu befinden sich im §176 StGB Sexueller Missbrauch von Kindern. Ein Anwalt für Vergewaltigung kann Sie beim Vorwurf der Vergewaltigung bzw. beim Vorwurf Kindesmissbrauch zur Sachlage und weiteren Strategie beraten.

Anschuldigung des sexuellen Kindesmissbrauchs

Der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs von Kindern gegenüber einer Person wird auch ohne Grund vorgenommen. Nicht selten geschehen solche Anschuldigungen, dass das eigene Kind missbraucht wurde, durch eine Frau bzw. Mutter gegenüber einem Mann, um beispielsweise Rache auszuüben. Die Tragweite eines solchen Vorwurfs des Kindesmissbrauchs oder auch der Vergewaltigung in der Ehe ist dabei nicht immer klar bedacht. Der rechtliche Beistand durch einen Anwalt für Sexualstrafrecht kann unter anderem deshalb von großer Bedeutung sein. Ich biete Ihnen meine Hilfe, Beratung und Rechtsbeistand für einen fairen Prozess vor Gericht. 

Sexualstraftaten und vor allem deren Aufarbeitung in einem Gerichtsprozess sind für die Beteiligten ein sensibler Sachverhalt. Abhängig vom Zeitraum, der zwischen der vollzogenen Straftat und der Anklage des vermeintlichen Täters liegt, kann eine Strategie zur außergerichtlichen Einigung wie dem Täter-Opfer-Ausgleich nur schwer an das Opfer heranzutragen sein. Durch meine Erfahrung als Rechtsanwältin entwickle ich eine passende Vorgehensweise für Ihren Fall - kontaktieren Sie mich für ein erstes Gespräch!

„Missbrauch des Missbrauchs“: Falschaussagen im Sorgerechtsstreit

Auffallend oft werden Belastungsaussagen des Inhalts Sexueller Missbrauch von Kindern im Kampf rund um Sorgerecht, Umgangsrecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht über ein Kind durch einen Elternteil erhoben. Regelmäßig ist dann der von der Mutter getrennt lebende Vater der Beschuldigte. Mit der Wirkung, dass sein Recht auf Umgang mit dem gemeinsamen Kind seitens des Familiengerichts mit zumeist großer Unterstützung durch das Jugendamt und Verfahrenspfleger auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wird.

Gleichzeitig sind Kinder, die sich einem Loyalitätskonflikt ausgesetzt oder sich aufgrund der Trennung der Eltern in einer seelischen Mangelsituation befinden, für Suggestionen extrem anfällig. Hierdurch entwickeln sich etliche Falschaussagen von Kindern über angeblichen sexuellen Missbrauch durch den Vater – und zwar unbewusst. Dies geschieht insbesondere dann, wenn die Mutter geradezu nach „Hinweisen“ auf sexuellen Missbrauch zum Nachteil des Kindes „sucht“.

Eine effektive Verteidigung gegen den Vorwurf sexueller Missbrauch ist meiner Überzeugung nach einzig durch tiefgehende Kenntnisse und Erfahrungen in der Aussagepsychologie möglich. Konkret gilt es, die Aussage des Kindes mit Blick auf ihre Entstehung und Entwicklung zu analysieren.

Suggestion durch „Suche“ nach Anzeichen Sexueller Missbrauch

So „suchen“ leider etliche Mütter als nach der Trennung der Eltern zumeist betreuender Elternteil nach „Anzeichen“ sexuellen Missbrauchs bei dem Kind. Etwa dann, wenn das Kind von einem Besuchskontakt mit dem Vater zurückkommt. So werden Zeichnungen oder Äußerungen des Kindes in der Erwartung, darin Anzeichen für sexuellen Missbrauch zu finden, missdeutet sowie das Kind mit entsprechender Erwartungshaltung suggestiv nach angeblichen Missbrauchshandlungen „befragt“.

Loyalitätskonflikt macht Kinder extrem suggestibel

Derartige suggestive „Befragungen“ stoßen leider zumeist auf fruchtbaren Boden. Dies insbesondere deshalb, da das Kind aufgrund der Trennungsstreitigkeiten seiner Eltern naturgemäß besonders empfänglich für Suggestionen ist. Hin- und hergerissen zwischen den Eltern und inmitten der konfliktgeladenen Situation gerät es in einen zunehmenden Loyalitätskonflikt. Es spürt, dass die Mutter die Besuche beim Vater innerlich ablehnt; wünscht sich aber zugleich, den Vater zu sehen. Nachdem es infolge der Trennung der Eltern nunmehr gerade den Vater „verloren“ hat, hat es Angst, nunmehr auch die Mutter zu „verlieren“, indem es ihr gegenüber den Wunsch, den Vater zu sehen, klar äußert.

Sehr häufig kommt dann auch dem (bis dato ungehörte) Wunsch des Kindes, bei der Mutter leben zu wollen, bei der Erstaussage des Kindes über den angeblichen sexuellen Missbrauch eine besondere Rolle zu.

Dieser Fokus wird in der Regel gesetzt, um deutlich zu machen, dass sich das Kind unbedingt eine Änderung und den dauerhaften Verbleib bei der Mutter wünscht.

Die Falschbelastung beim Vorwurf sexueller Missbrauch von Kindern speziell durch den Vater ist dann wie ein kindlicher Hilferuf, dem trennungsbedingt angespannten Zustand zu entkommen; den empfundenen Loyalitätskonflikt bezüglich beider Elternteile also für sich zu „lösen“.

Sexueller Missbrauch: Psychische Mangelsituation verstärkt Suggestibilität!

Insbesondere Kinder verfügen noch über keine hinreichenden Kontroll- und Abwehrmechanismen gegenüber Suggestiveinflüssen.

Kommt dann noch eine psychische Mangelsituation hinzu, etwa, weil zwischen den Eltern Sorgerechtsstreitigkeiten ausgetragen werden, erhöht sich ihre Suggestibilität.

Gerade aufgrund der aktuellen psychischen Bedürfnissituation deuten Kinder in derart schwierigen Lebensabschnitten Verhaltensweisen und Motive anderer Personen, zumeist der Bezugspersonen, retrospektiv um. Diese Zusammenhänge zu deuten und einen Ausweg aus dieser „Manipulationsspirale“ aufzuweisen ist gleichsam die Aufgabe des Kindesmissbrauch Anwalt.

Gleichzeitig sind Kinder sehr sensibel darin, die Erwartungen Erwachsener (Mutter, Ermittlungsrichter, Polizeibeamtin) zu erspüren und passen ihre Schilderungen über angeblichen sexuellen Missbrauch unbewusst diesen Erwartungen an. Insbesondere übernehmen sie damit unkritisch die Voreinstellung der Bezugsperson auf ein bestimmtes Geschehen; sie nehmen dieses verzerrt wahr. All dies begünstigt und erklärt Falschaussagen!

Klare Verhaltensregeln gibt es übrigens für den Fall, dass Sie eine Vorladung Kindesmissbrauch - Vorladung Vergewaltigung bekommen haben.

Bei Unklarheiten fragen Sie gerne jederzeit unter folgender Nummer nach 0621 33 58 356 oder nutzen das Kontaktformular. Kontaktieren Sie mich