Vorwurf der Vergewaltigung: Verteidigung im Sexualstrafrecht

Die Vergewaltigung (§ 177 Abs. 2 StGB) ist seit dem 33. StÄG kein eigener Tatbestand im Strafrecht mehr, sondern beschreibt als besondere Begehungsalternative der sexuellen Nötigung einen besonders schweren Fall dieser dar (sog. Regelbeispiel).

Der Delikt der Vergewaltigung hat bereits im Grundtatbestand die Strafdrohung einer Freiheitsstrafe, welche mindestens 2 Jahren dauert. Welche Strafe zutrifft, wird nach § 177 f. StGB Sexuelle Nötigung, Vergewaltigung bestimmt. Zuletzt wurde dieser durch die Reform im Sexualstrafrecht 2016 aktualisiert.

Falschaussagen zum Vorwurf der Vergewaltigung können für den beschuldigten Mann oder die beschuldigte Frau verheerende Folgen haben: Freiheitsstrafen von mehreren Jahren sowie Ächtung durch die Öffentlichkeit. Bei der Situation Aussage gegen Aussage im Verfahren kann ein Anwalt für Vergewaltigung als selbst gewählter Verteidiger oder auch Strafverteidiger den Beschuldigten dabei unterstützen, Staatsanwaltschaft und Gericht von der Wahrheit zu überzeugen.

Rechtliche Abgrenzung der Vergewaltigung

Sexuelle Nötigung und Vergewaltigung unterscheiden sich vor allem im Verhalten des Täters. Relevant ist, ob der Täter „mit dem Opfer den Beischlaf vollzieht“ oder „ähnliche sexuelle Handlungen (Oralverkehr oder Analverkehr mit dem Glied oder anderen Gegenständen) an dem Opfer vornimmt oder an sich von ihm vornehmen lässt“. Dabei muss es sich um sexuelle Handlungen handeln, die das Opfer „besonders erniedrigen, insbesondere, wenn sie mit einem Eindringen in den Körper verbunden sind“ oder die Tat von mehreren gemeinschaftlich begangen wird.

Werden Kinder oder jugendliche zu sexuellen Handlungen gezwungen, fällt dies in den Bereich sexueller Kindesmissbrauch oder Missbrauch von Jugendlichen.

In manchen Fällen tritt die Straftat der Vergewaltigung in Verbindung mit anderen Vergehen im Strafrecht auf, beispielsweise der Kinderpronografie. Aber auch bei einer Vergewaltigung in der Ehe oder einer Stalking Anzeige sollten Sie unbedingt einen Anwalt für Vergewaltigung hinzuziehen, der Sie in Ihrer Situation und Ihrem Recht unterstützt.

Anwaltlicher Beistand beim Vorwurf der Vergewaltigung

Die Anschuldigung der Vergewaltigung ist nicht immer gerechtfertigt oder sogar von der anderen Partei frei erfunden und Resultat eines ganz anderen Konflikts. Die Glaubwürdigkeit des Vorwurfs muss unbedingt geprüft werden, damit ein Strafprozess vor Gericht und ein eventuelles Urteil der Richter für den Angeklagten fair verlaufen. Ein Rechtsanwalt kann hier mit der passenden Verteidigungsstrategie Entscheidungen im Unrecht verhindern.

Die Beratung durch einen kompetenten Anwalt für Sexualstrafrecht sollte deshalb unbedingt vorgenommen werden, denn Vorwürfe der Vergewaltigung basieren nicht immer auf tatsächlichen Begebenheiten.
Als Rechtsanwältin kann ich auf jahrelange Erfahrung in der Beratung und Verteidigung zurückgreifen und biete Ihnen als Mandanten gern meinen Rechtsbeistand an. Zusammen besprechen wir die möglichen Vorgehensweisen und ob zum Beispiel eine Aussprache über den Täter-Opfer-Ausgleich möglich ist.

 

Bei Unklarheiten fragen Sie gerne jederzeit unter folgender Nummer nach 0621 33 58 356 oder nutzen das Kontaktformular. Kontaktieren Sie mich