Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen

Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen ist ein Vergehen mit einer Strafandrohung bis zu 3 Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen liegt u.a. dann vor, wenn der Täter sexuelle Handlungen an einem unter sechzehn Jahren alten Opfer, das ihm „zur Erziehung, zur Ausbildung oder zur Betreuung in der Lebensführung anvertraut ist“; oder an einem unter achtzehn Jahre alten Opfer, das ihm darüber hinaus r im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet ist, unter Missbrauch der mit dem Erziehungs-, Ausbildungs-, Betreuungs-, Dienst- oder Arbeitsverhältnis verbundenen Abhängigkeit vornimmt oder von dem Opfer an sich vornehmen lässt. Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen liegt auch dann vor, wenn das Opfer das noch nicht achtzehn Jahre alte leibliche oder angenommene Kind des Täters ist.

Strafgrund "Abhängigkeit"

Strafgrund der Norm Sexueller Missbrauch von Schutzbefohlenen ist insbesondere die ungestörte geschlechtliche Entwicklung junger Menschen, die von dem Täter durch enge familienrechtliche Verbundenheit oder ein sonstiges Abhängigkeitsverhältnis wie insbesondere Ausbildung, abhängig sind. Daher macht sich der „Täter“ des sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen grundsätzlich auch dann strafbar, wenn das „Opfer“ in die sexuelle Handlung einwilligt oder sie selbst sogar anregt und initiiert.

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