Sexuelle Nötigung

Sexuelle Nötigung, § 177 Abs. 1 StGB, wird mit einer Freiheitsstrafe von mindestens 1 Jahr Freiheitsstrafe bestraft, der minder schwere Fall der sexuellen Nötigung hat eine Mindeststrafe von 6 Monaten. Täter kann ein Mann oder auch eine Frau sein; die sexuelle Nötigung kann auch in Mittäterschaft begangen werden. Da der Tatbestand sexuelle Nötigung als sog. Verbrechen – und nicht als bloßes Vergehen- ausgestaltet ist, ist eine Verfahrensbeendigung im Strafbefehlsverfahren nicht möglich. Die Norm schützt die sexuelle Selbstbestimmung des Opfers.

Unter Sexueller Nötigung versteht das Gesetz ein Verhalten, wonach das Opfer mit „Gewalt, durch Drohung mit gegenwärtiger Gefahr für Leib oder Leben oder durch Ausnutzung einer Lage, in der das Opfer gegenüber dem Täter schutzlos ist“ zur Duldung oder Vornahme sexueller Handlungen am Täter oder einem Dritten genötigt wird. „

„Nötigen“

Nötigen bedeutet hierbei einen ernstlichen inneren Widerstandes des Opfers bis zur Vollendung der Tat (BGHSt 39, 244). Indes ist ein äußerer Widerstand nicht Voraussetzung der sexuellen Nötigung, da der Wille zum Widerstand aufgrund der damit verbundenen Gefährdung schon von vornherein gebrochen sein kann. Auch dann, wenn das Opfer sexuelle Handlungen zunächst freiwillig duldet, diese indes gegen den Willen des Opfers fortgesetzt werden, liegt sexuelle Nötigung vor. Selbst dann, wenn das Opfer durch die Nötigung sexuell erregt wird und daher freiwillig in die sexuelle Handlung einwilligt, liegt eine versuchte sexuelle Nötigung vor.

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